Samstag, 8. Juni 2013

Dessous nähen - Sommerlaune

D e s s o u s   n ä h e n   -   S o m m e r l a u n e 

Ein Making-Of in 65 Bildern.
Modell:  Bügel-BH "Julie" von sewy.de, mit Dessousstoffen von sewy.de und elingeria.de

 Vorbereitung: die Teile mit dem Rollschneider auf der Schneidmatte ausschneiden - 
aus Dessousstoff, Spitze und Powernet.
Obercup, Beleg Obercup, Untercup, Verstärkungsteil, Seitenband, Mittelstück.
Weitere Zutaten: Wäschegummi, Dekolleté-Gummi, Bügelband, 
BH-Bügel, BH-Verschluß, Träger (ohne Bild)

 Obercup mit Spitze belegen, rundum feststecken
Spitze mit Zickzack-Stich langsam festnähen, mit Geradstich rundum ans Obercup heften

Untercup mit Nadeln am Obercup fesstecken, 
dabei unbedingt die Paßzeichen genau beachten

 langsam mit Geradstich steppen
dabei vorsichtig mit den Fingern um die Rundung führen

 Ansicht vom Untercup aus, Ansicht von der anderen Seite

das entsprechende Powermet-Teil auflegen und feststecken, das Obercup bleibt dazwischen. 
In der Naht feststeppen, Nahtzugabe auf 3 mm zurückschneiden

so wenden, daß die Nahtzugabe zwischen Untercup und Powernet liegt:
 wie hier zu sehen ist, wird die Nahtzugabe vom Powernet futterartig verdeckt

 von rechts schmal und nochmals ca. 4 mm neben der ersten Naht absteppen,
sodaß eine doppelte Steppnaht entsteht.

der obere Rand des Obercup wird mit Dessous-Gummi eingefaßt - Kante ausmessen, 
Gummi ca. 15 % kürzer als die Länge der Kante zuschneiden

Gummi gleichmäßig feststecken, dabei die Kante dehnen
 von rechts mit Zickzack feststeppen, Gummi nach links wenden, 
nochmals von rechts mit Zickzack feststeppen. 
Zweites Cup ebenso arbeiten

Verstärkungsteil 5 mm breit nach innen umschlagen, feststecken,
 mit Geradstich feststeppen 

den Paßzeichen folgend auf der Innenseite des Cup feststecken,
mit Geradstich rundum festheften

Mittelstück - bestehend aus Webstoff (unelastisch), Dessousstoff, Powernet.
An den Ober- und Unterkanten verstürzen, Seiten heften

 Mittelstück an den Cups feststecken und feststeppen

 Seitenbänder ebenfalls mit Powernet doppeln

 Dessousstoff auf dem Powernet feststecken und heften, die beiden Lagen werden als ein Teil weiterverarbeitet

 die Unterkante des Seitenbandes ausmessen, Gummi ca. 15% kürzer zuschneiden, mit der Velourseite nach oben und den Zähnchen nach innen feststecken

 mit Zickzack dicht am Zähnchenrand steppen

 nach innen schlagen und nochmals von rechts im Zickzack steppen - zweites Seitenband ebenso

 Seitenband an das Cup stecken, Paßzeichen beachten, feststeppen

 Ansicht von außen, von innen. Zweite Seite ebenso arbeiten.

 Bügelband auswählen, mithilfe eines passenden Bügels die benötigte Länge abmessen, 

 an beiden Seiten ca. 2 cm Überstand mehr zuschneiden
Seitenteil und Mittelstück nach unten legen
Bügelband an der äußeren Nahtzugabe des Cups feststecken, wie hier zu sehen

 seehr viel Nadeln - Obacht! ;-)  Sorgfältig von rechts knapp auf der Nahtzugabe genau auf der Nahtlinie des Bügelbandes feststeppen, das Seitenband und Mittelstück werden zwischengefaßt. Beim Feststeppen die ersten 3 cm von der Seite aus frei lassen und nicht mitfassen (Grund s.u.)

die Oberkante des Seitenbandes und seitlichen Cups ausmessen und Wäschegummi ca. 15 % kürzer zuschneiden

 Gummi von rechts feststecken, das Bügeband innen ca. 3 cm nach unten stecken, hier die Ansicht von innen

 und wie oben gezeigt zweimal mit Zickzack festnähen.
das nach unten weggesteckte Bügelband wieder nach oben legen, 
und den Cup von rechts langsam knapp absteppen.
Dabei alle paar Stiche den Cup anheben, um zu kontrollieren, ob noch genau in der Bügelband-Naht genäht wird.

 doppelt absteppen, 5 mm neben der ersten Naht, Vorgehen wie oben. 
Alle paar Stiche kontrollieren, ob noch exakt in der Naht genäht wird. 
Ansicht von innen. Perfekt ist es, wenn die Naht relativ sauber in der Naht des Bügelbandes verläuft, denn nur dann lassen sich die Bügel problemlos hindurchschieben.

 Bügelband auf dem Mittelstück mit sehr schmalem dichtem Zickzack verriegeln, 
den Überstand innen knapp abschneiden

 die Bügel von der Seite aus einschieben, Bügelband auf beiden Seiten verriegeln, abschneiden

Freude - sauber genäht! - 
Das Finish: rückwärtiges Teil mit dem Häkchen-Verschluß abgleichen, Kanten evtl. zurechtschneiden. 
Obere freie Kante ausmessen, Wäschegummi 15% kürzer zuschneiden, wie oben beschrieben fesstecken und annähen.

 Verschluß in der korrekten Lage (das Ösenteil links mit den Ösen nach oben, das Hakenteil mit den Haken nach unten rechts) platzieren, feststecken und mit schmalem Zickzack feststeppen

 Voilá! - Träger an den vorgesehenen Stellen feststecken und mit schmalem Zickzack feststeppen. (dazu gibt es keine Bilder, weil ich bereits fertige Träger eines ausgedienten BH verwendet habe)

DONE!

Viel Vergnügen beim Dessous-Nähen und liebe Grüße, Sathiya

Mittwoch, 5. Juni 2013

Quiltstiche

Die teils antiken Handstichen nachempfundenen Quiltstichprogramme meiner Nähmaschine,


die Nähprogramme meiner Maschine. 
(es ist eine Pfaff Quilt Expression 2046, falls das jemandem hilft. ;-) )

Extra für sewing galaxy habe ich die Quiltstiche hier auf einem kleinen Probestück nebeneinander gesetzt.
Roter Oberfaden, blauer Unterfaden, damit die Muster besser erkennbar sind.

 einmal von der Vorderseite, 

... und von der Rückseite gesehen

Empfohlen wird von Pfaff, mit transparentem Oberfaden zu nähen und die Fadenspannung des Oberfadens auf maximal zu stellen, damit der Unterfaden nach oben gezogen wird.
Diese Methode habe ich genau einmal ausprobiert  - es sah nicht so besonders schön aus. Am besten gefällt mir das Stichbild, wenn Ober- und Unterfaden ungefähr gleichmäßig gespannt sind.
Eingefügt eine kleine Probe der "Stickkunst" meiner Maschine (es sollte eigentlich QUILTING SATHIYA zu lesen sein - aber naja) : und ich weiß wieder, warum ich nie Namen sticke. Das bekommt sie nicht hin (oder ich bekomme das nicht hin, was ohne weiteres auch sein kann).
Ich hoffe, der Post beantwortet alle Fragen.

Viele Grüße, Sathiya

Montag, 3. Juni 2013

Patchwork: selvedge rug

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEinWCAMXObOnSF_X8P9IHyheiPjr-UD7itxbJeUbtyDTSe_Uhk14p19aA-5HfEHTrk5ek2Z36Ooef5xzmPWclcFKAGnr1-0BRBdqJfjtUP1BerFEouULuNBoHqWcEgTt3GRkUIdDgA0rJma/s1600/DSC01540.JPG


von hier: 
http://barnquilter.blogspot.de/2012/07/how-i-made-selvedge-rug.html  (Bild von da)


Was tun, und wohin mit den unnützen Stoffrändern, den Webkanten?
Ein Patchworker weiß Rat - und verwendet die Webkanten als eigenständiges Design, das noch nicht einmal gesäumt werden muß, und näht daraus einen Teppich oder Wandbehang oder auch Platzsets.
Die Webkanten mancher Stoffe sind so schön und bunt bedruckt, daß es mir schon immer leid getan hat, sie wegtun zu müssen, da ich keine Verwendung für sie hatte. Aber nun, nach dieser genialen Idee, werde ich meine Webkanten schön aufheben und zu kleinen interessanten Kunstwerken verarbeiten.
Eine ganz ganz tolle Idee die ich in Bälde ausprobieren werde.

Enjoy life, greetings, Sathiya

Sonntag, 2. Juni 2013

Patchwork - Minimum Waste Wind Wheel

Sathiyas Spezialmethode: Minimum Waste Wind Wheel Patchwork

Es gibt verschiedene Methoden, sogenannte schiefe Windmühlen oder Windräder (engl. wind wheels oder windmill oder auch twister) zu patchen. Die meisten Methoden erfordern spezielle Werkzeuge und Schablonen und heben einen ziemlich hohen Stoffverschnitt. Ich wollte aber etwas mit "no waste".

Die Methode von hier
http://makeitsimpler.blogspot.de/2010/07/connecting-threads-no-waste-windmill.html
habe ich verfeinert und an meine Instrumente angepaßt.
Es ist auch nicht No Waste, sondern eher Minimum Waste.

Werkzeug: Rollschneider, Schneidmatte, Schere. Es ist kein besonderes Lineal notwendig

Nach dieser Methode habe ich zwei Kissenhüllen genäht:

einfach, aber wirkungsvoll! - mehr Bilder auf Sathiya 1

 How to do - Bildstrecke

ein einfaches Papierquadrat mit Diagonallinien

entlang der Diagonalen halbieren

 
 die zwei Hälften übereinanderlegen und wie gezeigt nochmals halbieren

ebenso mit dem zweiten Quadrat verfahren

 halbieren, übereinanderlegen und erneut halbieren - exakt entlang der Schnittlinie

 die Teile auslegen, nach Fadenrichtung sortieren

 farblich arrangieren

 jeweils zwei Teile zusammennähen - garnsparend mit der Kettenmethode

alles hängt aneinander wie eine Girlande  ;-)

 
auseinanderschneiden, bügeln, jeweils zwei Teile zu einem Quadrat zusammennähen mit vertauschten Farben. Die Nähte aufbügeln (das vermindert die Buckelbildung an den Stellen, an denen 4 Lagen Stoff aufeinandertreffen würden)

 DAS ist der Trick! 
Hier ist schon sehr schön zu sehen, was abgeschnitten werden muß - es ist wirklich nur ganz wenig.

 ringsum mit Schere oder Rollschneider den überstehenden Exzeß abschneiden - es ist tatsächlich nicht notwendig, mehr als den gezeigten Überstand zu entfernen. Funktioniert ganz ohne teures Patchwork-Spezial-Lineal!

 Sorgfältig bügeln - und sich über das Mini-Häufchen Stoffabfall freuen.
Die Quadrate werden nun zum Windradmuster arrangiert und aneinandergenäht. Hier gibt es jeweils ein halbes helles und dunkleres Windrad zu sehen.

 Ansicht rückseitig, daneben das Papierschnittmuster

 Aus den Photoshoot-Stoffstückchen ist dieser Untersetzer entstanden:

Gequiltet und eingefaßt nach der Self-binding-Methode.

Ich hoffe, ich konnte einen nützlichen Tip geben, wie man ganz ohne Spezial-Lineal, Spezial-Schablone und mit minimalem Stoffverschnitt ein wind wheel - crazy windmill - twister - Windrad - schiefe Windmühle patchen kann.

Viele Grüße und viel Vergnügen beim Patchworken!
Sathiya